Podcast Clean Veganuary: Wenn Essen zur kollektiven Paranoia wird

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Das neue Jahr ist da. Die guten Vorsätze sind bereits gealtert, und bei vielen wohl schon wieder vergessen. Nicht so bei den Veganern, die seit Jahren immer mehr Zulauf bei ihrem Jahresauftakt Veganuary verzeichnen. Auch die Bewegung "Clean Eating“ verzeichnet Zulauf, obwohl oder gerade weil sie keineswegs ein klares Konzept vorweisen kann. Egal, welche fleischlose Sau die gerade trendige Ernährungsideologie durchs Dorf treibt, immer folgen den Foodbloggern Tausende oder gar Millionen im Internet, und die passenden Rezeptbücher sind Bestseller. Ernährung ist längst keine Privatsache mehr. Ernährung ist auch ein Ausweis der Einstellung zum Leben und wird schnell auch zur Ideologie. Was wir essen bestimmt dabei über viel mehr als über unser eigenes Wohlbefinden und unsere Peergroups. "Essen ist politisch“ schreibt das Aktionsbündnis zur Agrarwende auf seine Plakate zur alljährlichen Demonstration im Januar. Wenn die "Grüne Woche“, die größte Ernährungsmesse der Welt, die Lebensmittelbranche in Berlin versammelt, gehen dort die Biobauern und ihre Unterstützer gegen die Agrarindustrie auf die Straße. Die Demon­stration "Wir haben es satt“ ist in ihrem zehnten Jahr längst die größte ernährungspolitische Demo weltweit.

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