Podcast Das Löw-Prinzip - Warum manche ewig da bleiben

Stilisierte Uhr

Schon nach der verpatzten WM hätte Jogi Löw doch eigentlich zurücktreten müssen - oder der DFB hätte einen Neuanfang ohne ihn versuchen müssen. Das ist nicht passiert, und auch jetzt nach schwachen Auftritten der Nationalmannschaft und einer historischen Null-zu-Sechs-Klatsche gegen Spanien bleibt der ewige Löw im Amt. Ist das einfach so, weil der DFB sich nicht um Alternativen gekümmert hat? Oder liegt es an der schon von Shakespeare beschriebenen menschlichen Schwäche, "dass wir die Übel, die wir haben, lieber ertragen, als zu unbekannten fliehen", also an einer Mischung aus Feigheit und Phantasielosigkeit? Woran sich Menschen im Guten wie im Schlechten gewöhnt haben, das wollen sie immer wieder sehen. Das gilt auch für Fernsehstars und für Serien. Sogar in der Wirtschaft gibt es die Neigung, erfolglose Spitzenleute weitermachen zu lassen, einfach weil sie für Kontinuität stehen und natürlich versprechen, ab jetzt alles besser zu machen. Kontinuität kann aber auch lähmen. Das sehen wir nicht nur in der Fußball-Nationalmannschaft, auch die CDU und die ganze Republik können ein Lied davon singen. Denn wir haben ja nicht nur einen ewigen Bundestrainer, sondern auch eine ewige Kanzlerin.

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