Podcast #Dorfkinder - Vom Leben und Sterben auf dem Land

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Auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung. Diese Botschaft wollte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit ihrer Hochglanz-Kampagne unter dem Hashtag "Dorfkinder" ins Land und vor allem in die Städte tragen. Mit Bildern romantischer Dorfidylle und Slogans wie: "Dorfkinder haben den Dreh raus", "Dorfkinder sind zur Stelle, da, wo man sie braucht" oder "Dorfkinder bringen neues Leben in alte Mauern". Klöckner will das Leben auf dem Land bewerben, denn die Städte kämpfen mit dem andauernden Zuzug und im ländlichen Raum veröden die Dörfer. Doch hat ihre Kampagne nun mit der Wahrheit vom Land zu kämpfen. Sie schlägt der Ministerin auf Twitter von der echten Landbevölkerung entgegen: mit Tweets wie: "#Dorfkinder fragen, warum ihr Schwimmbad zugemacht wurde", "#Dorfkinder mobben und verprügeln gerne die, die anders sind" und es werden Forderungen nach besserer Infrastruktur, medizinischer Versorgung, Bildung, ÖPNV und Internet laut. Scheint, als hätte Ministerin Klöckner mit dieser Kampagne einmal ordentlich in den Misthaufen gegriffen. Dabei hat das Leben auf dem Land doch wirklich Vorteile, finden mittlerweile auch einige Städter, und bauen sich in sogenannten "Co-Dörfern" ihre eigene Infrastruktur für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten abseits der Metropolen auf. Stadt, Land, Flucht - wer gewinnt?

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