Podcast Flammen aus dem Schwelbrand - Der Kampf um Berg-Karabach

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Im Keim ersticken lässt er sich schon lange nicht mehr - der Konflikt um Berg-Karabach. Vor zu langer Zeit ist er entbrannt. Zu beharrlich hat er seitdem immer weiter geschwelt. Zu heftig ist er bei jeder unpassenden Gelegenheit wieder aufgeflammt - so wie jetzt. Zwei ehemalige Sowjetrepubliken, Armenien und Aserbaidschan, kämpfen um diese Region. Für Aserbaidschan sprechen das Völkerrecht und die Schutzmacht Türkei, für Armenien die Bevölkerungsmehrheit und die Schutzmacht Russland. All das beschleunigt immer wieder die Gewaltspirale in diesem kaukasischen Teufelskreis. Im Keim erstickt sind nun vor allem die Hoffnungen, die sich mit dem armenischen Ministerpräsidenten Paschinjan verbanden. Denn zwei Jahre nach seiner umjubelten Wahl ist von Friedensbemühungen keine Spur und wohl auch keine Rede mehr. Ebenso wenig in Aserbaidschan, dessen Präsident Alijew von der Türkei ermutigt wird - zum Kampf gegen den gemeinsamen Feind Armenien. Und Russland - auf Armeniens Seite - hat womöglich mehr Interesse an dem Konflikt als an seiner Lösung. Nationale, ethnische, religiöse und geopolitische Schichten überlagern einander. Und das ist vielleicht auch der Grund dafür, dass Konflikte wie dieser nie aufhören, sondern immer wieder neu eskalieren.

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