Podcast Geld oder Überleben - Moral in Corona Zeiten

Formular und Antrag zum Erhalt von finanzieller Unterstützung und "Corona Hilfe" der Landesregierung und Bezirksregierung in Nordrhein-Westfalen, NRW

In so einer Notlage erscheint alles erst einmal ganz einfach. Leben retten! Das ist das Gebot der Stunde, dem muss alles andere untergeordnet werden, oder?

Wer da über die Dauer und die Intensität der Rettungsmaßnahmen und ihre Folgen reden möchte, erscheint im besten Fall als Störenfried, im schlimmsten als kaltherziger Zyniker.

Trotzdem sind noch vor dem zu erwartenden Höhepunkt der Coronakrise in Deutschland Stimmen zu hören, die auf katastrophale Folgen von öffentlichem Shutdown, Kontaktsperre und der Zerstörung zahlreicher Existenzen hinweisen. Sie kommen von links, von rechts und aus der Mitte, aus der Ökonomie, der Medizin und der Philosophie.

Manche befürchten eine Gesundheitsdiktatur, die auch in Zukunft unser Verhalten nach medizinischen Bedürfnissen reguliert. Andere weisen auf die Gefahr hin, dass eine massive Wirtschaftskrise die Demokratie aushöhlt, weil immer neue Notstandsmaßnahmen fällig werden.

Und viele sprechen einen Satz aus, der durch die Erfahrung voriger Krisen durchaus bestätigt wird: auch ökonomische und soziale Abstürze machen krank und töten. Und was so einfach aussieht, wenn man es aus notfallmedizinischer Sicht betrachtet, wird sehr kompliziert.

Reicht es, jetzt alle auf die Abflachung der Ansteckungskurve einzuschwören, und danach hilft der liebe Gott und ein Notfallfonds? Oder sollten nicht Politiker und alle anderen auch heute schon laut und konkret darüber nachdenken, wie und wann der Ausnahmezustand beendet werden kann?

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