Podcast Geprüft auf Herz und Nieren – Die Reform der Organspende

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Wer eine neue Niere, ein neues Herz oder eine neue Leber braucht, muss warten. Unter Umständen so lange, bis es zu spät ist. 9500 Menschen hoffen in Deutschland auf ein neues Organ, 2018 gab es aber nur 955 Spender. Ihre Zahl ist rückläufig. Mit einer Reform der Organspende wollen Politiker und Mediziner diesen Tatbestand jetzt ändern. Bislang gilt die Regelung: Nur wenn der Verstorbene zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat, dürfen seine Organe entnommen werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordern deshalb eine Widerspruchslösung. Danach soll jeder, der zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat, im Falle eines Hirntods automatisch Organspender werden. Eine weitere Gruppe um Grünen Chefin Annalena Baerbock hat dagegen die sogenannte Entscheidungslösung ausgearbeitet. Eine Organentnahme bedarf auch nach ihrer Vorstellung einer ausdrücklichen Zustimmung des Spenders zu Lebzeiten. Aber die Bürger sollen verstärkt auf die Organspende angesprochen werden. Bei Behördengängen oder beim Arztbesuch. Unabhängig davon, welcher der beiden Vorschläge mehrheitsfähig ist, stellen Kritiker die Frage, ob sich das Problem der Organgewinnung per Gesetz tatsächlich beheben lässt.

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