Podcast Hey Joe! Was die Welt von Biden erwarten darf

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"Joe Biden könnte den Friedensnobelpreis nur dafür kriegen, dass er da ist", vermutet eine amerikanische Zeitschrift und spielt damit auf die Erleichterung vor allem der Europäer an, Donald Trump mit seinem aggressiven, fordernden Auftreten los zu sein. Ganz so wenig konkret sind die Erwartungen an Joe Bidens Außenpolitik allerdings nicht, der neue Mann ist ein alter Hase auf dem Gebiet. Im Jugoslawienkrieg trat Biden für ein aktives Auftreten der USA ein und soll Bill Clinton zu Luftschlägen gegen das Milosevic-Regime ermuntert haben. Biden gilt als verlässlicher Atlantiker und als wesentlich umgänglicher als Donald Trump. Inhaltlich könnte er sich allerdings weniger von seinem Vorgänger unterscheiden, als es zum Beispiel Deutschland lieb ist: auch Joe Biden dürfte ein größeres finanzielles und sonstiges Engagement für die NATO fordern, sich auf China konzentrieren und das Verhältnis zu Russland eher als europäische Angelegenheit betrachten. Er hat im Wahlkampf gefordert, Amerika müsse weltweit wieder führen. Nun ist nicht nur die Frage, in welche Richtung, sondern auch ob der neue Mann schnell dazu kommt. Denn Donald Trump kann Biden in den verbleibenden Amtswochen noch Steine in den Weg legen, zum Beispiel durch Truppenabzüge. Und die innenpolitischen Herausforderungen sind so groß, dass die Welt auf den Außenpolitiker Biden womöglich noch ein wenig warten muss.

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