Podcast Holland in Not? Die Krawalle, die Krise, die Kolonialzeit

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In ganz Europa reagieren Demonstranten auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit unterschiedlichen Protestaktionen. Doch in den Niederlanden haben die Aktionen ein bislang ungekanntes Ausmaß der Gewalt erreicht. Brennende Autos, zerstörte Geschäfte, Plünderungen und Angriffe auf die Ordnungskräfte. Der rechte Oppositionsführer Geert Wilders hatte mit den Worten "Wir werden gefangen genommen. Wir verlieren unsere Freiheit" dazu aufgerufen. Es heißt seine Botschaft, die Corona-Maßnahmen und Islamismus kombiniert könnten als Brandbeschleuniger gewirkt haben. So gesellten sich unter die Maßnahmen-Kritiker eine Mischung aus Fußball-Hooligans, Rechtsextremisten und Verschwörungsanhängern der QAnon-Bewegung. Es kamen randalierende Jugendliche mit Migrationsgeschichte und sogenannte Protest-Touristen, Hooligans aus Deutschland und Frankreich hinzu. Was ist passiert in dem Land der politischen Toleranz und Transparenz? Zeigt sich hier, wie tief der Graben ist, der mitten durch die Gesellschaft verläuft? Oder geht es viel tiefer, bis in die unaufgearbeitete Kolonial-Geschichte des Landes hinein? Wir blicken auf den kleinen Nachbarn im Westen und darauf, wie er auf die zivile Unzufriedenheit reagiert.

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