Podcast Hurra, es ist ein Junge! Die CDU und ihr neuer Vorsitz

Stilisierte Uhr

Im April vor zwanzig Jahren wählte die CDU auf dem Parteitag in Essen eine neue Vorsitzende - Angela Merkel. Damals war die Welt noch eine andere - in New York standen die Twin Towers, und hier in Deutschland bezahlten wir mit der D-Mark. Damals hätte keiner geglaubt, dass "Kohls Mädchen" ganze 18 Jahre lang Partei-Chefin bleiben sollte. Aber sie setzte sich durch, gegen ihre männlichen Widersacher - gegen Friedrich Merz, der die Steuererklärung auf einen Bierdeckel pinnen wollte. Oder gegen Norbert Röttgen, den sie als Umwelt-Minister unsanft aus dem Amt warf. Ausgerechnet diese Männer kamen nun wieder zurück, wollten Merkel beerben. Geschafft hat es aber ein anderer: Armin Laschet. Er gilt als Merkel-Vertrauter, aber auch als integrierende Kraft innerhalb der Partei. In ruhigen Zeiten hätte man ihm vielleicht zugetraut, die Lager zu besänftigen - und neu zu definieren, was "konservativ" heute eigentlich bedeutet. Aber wir haben keine ruhigen Zeiten. Schon jetzt drängt die Frage, ob Laschet auch Kanzlerkandidat sein wird. Die CDU hat wenig Erfahrung mit Nachfolge und Übergängen - aber jetzt muss sie es schnell lernen, denn irgendwann tritt das Unvorstellbare ein, und Angela Merkel ist nicht mehr da.

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