Podcast Koloniale Schatten – Schwarzes Leben in Deutschland

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Mehr als 115 Jahre nach dem Völkermord deutscher Truppen an den Völkern der Herero und Nama haben sich Namibia und die Bundesrepublik auf ein Rahmenabkommen zur Aussöhnung geeinigt. Jedenfalls allem Anschein nach. Denn darüber, was konkret beschlossen wurde, ist noch wenig bekannt, und es ist auch noch nichts unterschrieben. "Nicht akzeptabel", heißt es aber schon jetzt von Seiten der namibischen Nachkommen, weil sie sich in diesem Aussöhnungsprozess nicht vertreten fühlen. Seit Jahren schwelt zwischen beiden Ländern der Streit über eine Schuldanerkennung von deutscher Seite. So geht es - ein Jahr nach dem Mord an George Floyd und den weltweiten "Black-Lives-Matter"-Protesten - auch in Deutschland um das koloniale Erbe und einen so genannten Anti-Schwarzen-Rassismus. Stadtrundgänge führen mittlerweile in die koloniale Vergangenheit auch hessischer Gemeinden. Es geht um Sprache, um Fastnachtskostüme und um die Frage, ob Menschen, die Leid und Tod in die Kolonien gebracht haben, weiterhin mit Straßennamen und Denkmälern geehrt werden sollten. Inzwischen leben mehr als eine Million Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland, die eine Aufarbeitung fordern. Ein erstmals erhobener #Afrozensus will auf ihre Erfahrungen aufmerksam machen. Was also sollten wir wissen über afrodeutsches Leben und wie sieht ein zeitgemäßer Umgang mit dem Kolonial-Kapitel der deutschen Geschichte aus?

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