Podcast Mahlzeit! Schweinerei im Schlachthof

Stilisierte Uhr

Wieder ein Schlachthof. Das Corona-Virus hat gute Ansteckungsarbeit geleistet beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Und man hat es ihm leicht gemacht. Kalte feuchte Hallen, wenig frische Luft, körperlich arbeitende Menschen, kein Abstand. Ein weiterer Corona-Hotspot in der Fleischindustrie macht Missstände sichtbar. Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten machen Massen-Ansteckungen wie diese möglich. Wo 46 000 Schweine an jedem Tag geschlachtet werden, geht es um Effizienz. Tönnies liefert 30% des Schweinefleisches auf dem deutschen Markt, da bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke. Verantwortlich gemacht für die unhaltbare Situation auch in anderen Betrieben der Fleischindustrie wird die Struktur von Subunternehmen und Werkverträgen. Mehr Kontrolle, Erfassung der Arbeitszeiten, Verbot von Werksverträgen - diese Maßnahmen werden in Berlin diskutiert. Wann passiert endlich etwas? Die Bilder aus den Fleischfabriken zeigen ganz nebenbei auch, unter welchen Bedingungen unsere Fleischprodukte entstehen. Zeit, über unser Verhältnis zum Schnitzel nachzudenken?

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