Podcast Mauerfall und Stolperstein – Wem nützt das Gedenken?

Stilisierte Uhr

Soviel Gedenken war lange nicht mehr. Ende der Woche jährt sich zum 30. Mal der Fall der Berliner Mauer. Und weil es eine ganze Kette von Ereignissen war, die zu ihrer Öffnung führte, gibt es seit Monaten immer wieder Anlässe, sich zu erinnern. Und daraus dann ein Gedenken zu formen. Denn Gedenken ist mehr als Erinnern. Wenn wir gedenken, dann nimmt unser Gedächtnis Haltung an. Und dann zeigt sich, wer sich diese Haltung zu eigen macht und wer nicht. Es kann ein Affront sein, nicht mit zu gedenken. Aber auch das Gegenteil ist möglich: Ein Kranz der AfD-Fraktion an der NSU-Gedenkstätte in Zwickau hat viele Menschen verstört. Gemeinsames Gedenken kann eine Gesellschaft zusammenhalten - beim Feiern und beim Trauern. Aber gerade öffentliches Gedenken kann auch provozieren und spalten, wenn es für unterschiedliche Zwecke vereinnahmt wird.

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