Podcast Mehr als ein sperriges Wort - das bedingungslose Grundeinkommen

Stilisierte Uhr

Sie bekommen 1.200 Euro im Monat. Drei Jahre lang. Alles, was Sie dafür tun müssen: nichts. Klingt utopisch, eigentlich zu simpel, um wahr zu sein - ist aber für viele ein handfestes sozialpolitisches Finanzkonzept. "Bedingungsloses Grundeinkommen" heißt es. Die Idee taucht immer mal wieder auf. Finnland hat es bereits im größeren Stil getestet. In Deutschland gab es ähnliche Experimente. Was auf den ersten Blick spannend und reizvoll wirkt, wirft aber auch Probleme auf. Ein von Leistung entkoppeltes Einkommen, das muss sich ein Sozialstaat leisten können. Und wollen. Denn bei weitem nicht alle finden das Konzept wirklich gerecht. Oder ist es fair, dass der alleinstehende Chef eines mittelständischen Unternehmens monatlich dieselbe Summe bekommt, wie die schwerbehinderte alleinerziehende Mutter von fünf Kindern? Ja, ein zugespitztes Beispiel, aber es verdeutlicht wohl die Konfliktlinien. Eine Langzeitstudie des Vereins "Mein Grundeinkommen" und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung soll entscheidende Fragen nun klären, ab dem kommenden Frühjahr mit 1.500 Probanden. Wie verändert ein Grundeinkommen den Stellenwert von Erwerbsarbeit? Wie sehen unsere Sozialsysteme dann aus? Und wie könnte ein gerechter Umbau gelingen?

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