Podcast #MeToo lebt! Mit wem ist die Macht?

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Der weltweit gefeierte Opernstar Plácido Domingo hat alle Auftritte in der New Yorker Metropolitan Opera abgesagt. Als Generaldirektor der Oper Los Angeles war er zuvor schon beurlaubt worden, bis die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen ihn aufgeklärt sind. Vor zwei Jahren hatte die New York Times über sexuelle Nötigungen und Vergewaltigung durch den Filmproduzenten Harvey Weinstein berichtet und damit die Bewegung "#MeToo“ ausgelöst. Seitdem haben sich viele Frauen als sexuell Genötigte und Missbrauchte geoutet. Seitdem ist vieles anders geworden im Verhältnis der Geschlechter. Mancher Mann, der seine Macht missbraucht hatte, wurde öffentlich angeklagt und musste gehen. Andere bangen vielleicht noch, dass auch ihre Nötigungen auffliegen könnten. Viele werden wohl vorsichtiger geworden sein und nicht mehr jede Situation ausnutzen, wie sie das noch vor wenigen Jahren getan hätten. Aber an den Strukturen und den Machtverhältnissen, die diese Männer in der Vergangenheit genutzt haben, hat sich nicht viel oder gar nichts geändert. Was ist also geworden aus "#MeToo“? Hat die Kampagne tatsächlich einen Wandel eingeleitet, oder kann es für Frauen in den typischen Situationen gefühlter oder tatsächlicher Abhängigkeit immer noch jederzeit heißen: You too?

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