Podcast Nachhaltig erschüttert - Der Libanon in der Dauerkrise

Stilisierte Uhr

Die Explosion im Hafen von Beirut am 4. August war gewaltig, hunderte Menschen haben ihr Leben verloren, hunderttausende ihre Wohnung. Die Bilder, die uns erreicht haben, sahen aus wie aus einem Katastrophenfilm. Beirut, die einst schönste Stadt im Nahen Osten, hat schon wieder eine neue, klaffende Wunde davongetragen. Zunächst war die internationale Bestürzung groß, aber das Unglück und die Not im Libanon gerieten dann sehr schnell wieder in Vergessenheit. Vor einem Jahr gab es Massenproteste, mit kreuz- und quer abgestellten Autos, brennenden Barrikaden und einer 170 km langen Menschenkette entlang der Küstenlinie. Ausgangspunkt ihrer Proteste: eine Steuer auf Whatsapp Anrufe. Das war nur der Anfang. Die Wut der Demonstranten richtete und richtet sich gegen die korrupten Eliten des Landes, denen es in 30 Jahren offiziellen Friedens nicht gelungen ist, das Leben der Menschen im Libanon zu verbessern. Der Staat ist bankrott. Auch die Detonation im Hafen von Beirut sehen die Menschen als Folge des unglaublichen Chaos in ihrem Land. Ein Chaos aus Korruption, Regierungsversagen und Wirtschaftskrise. Eine Tube Zahnpasta kostet zur Zeit 20 Euro, der Strom fällt ständig aus, die Wasserversorgung ist instabil. Der Libanon scheint kein Rezept gegen die Krise zu finden. Wohin steuert das Land?

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit