Podcast Nichts passiert – Von den Folgen einer Vergewaltigung

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Viele junge Mädchen und Frauen verzichten nach einer Vergewaltigung darauf, die Tat anzuzeigen. Zu tief sitzt die Angst vor erneuten Verletzungen. Schließlich wird der eigene Körper zum Tatort, an dem Spuren gesichert werden müssen. Und die Aussage selbst, erst bei der Polizei, später vor Gericht, zwingt die Frauen dazu, sich wieder und wieder mit der Vergewaltigung zu befassen. Aus Angst und Scham gehen viele Opfer sexueller Gewalt nicht zur Polizei- auch weil sie fürchten, dass ihre Anklage in Frage gestellt wird. Umso schlimmer, wenn ein Großteil der Täter dann straffrei ausgeht, wie neue Zahlen belegen. Mitte der 90er Jahre wurde ein Fünftel der Täter verurteilt, in den vergangen Jahren waren es nur noch rund sieben Prozent. Deshalb fragt ein Forschungsprojekt jetzt nach den Ursachen. Dazu werden Akten analysiert und Frauen befragt, wie es ihnen nach der Anzeige ergangen ist. Außerdem soll die Spurensicherung erleichtert und die Täterfahndung durch eine ausgeweitete DNA-Analyse verbessert werden. Der Umgang mit Opfern und Täter ist nicht nur innerhalb Europas, sondern auch innerhalb Deutschlands unterschiedlich. Es gibt noch viel zu tun.

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