Podcast Planet Suburbia - wo die US-Wahl entschieden wird

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Das Schlachtfeld ist gut gepflegt: adrette Häuschen, mit der Nagelschere geschnittene Vorgärten, bewohnt von gleichförmigen Normalbürgern. So sehen sie aus, die Suburbs, die amerikanischen Vorstädte. Auf jeden Fall im Klischee, vielleicht sogar manchmal in Wirklichkeit. Die Schlacht, die hier tobt, wird dem Rasen allerdings kaum schaden, denn es wird nur um Wählerstimmen gekämpft: Donald Trump spricht die Suburbs und ihre Bewohner immer wieder direkt an. Hier vermutet er eine mehrheitlich weiße bürgerliche Mitte, die mit dem Versprechen von Sicherheit und wirtschaftlichem Wohlergehen den Demokraten abspenstig zu machen ist. Herausforderer Joe Biden hält dagegen. Trumps Bild von den Vorstädten sei veraltet, die Suburbs seien längst so vielfältig wie das Land, und ihre Bewohner mit Angstparolen nicht zu ködern. Wichtig sind sie beiden Kandidaten, denn die großen Siedlungen der Mittelschicht, könnten in den Swing States, wo die Mehrheiten knapp sind, die Wahl entscheiden. Trump ist es 2016 dort gelungen, Menschen von sich zu überzeugen, die eigentlich nicht seine Fans waren, vor allem Frauen. Die scheinen sich aber diesmal von ihm abzuwenden. Wir dürfen also eine verschärfte Schlacht um den Planet Suburbia erwarten, allerdings nicht unbedingt die Entscheidung über den nächsten Präsidenten. Die könnte auch dort fallen, wo man sich die Vorstadt nicht leisten kann: in den verarmten Industriequartieren des mittleren Westens.

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