Podcast Priester allein zu Haus - Der tiefe Fall der katholischen Kirche

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"Sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen." Ein Satz aus dem Matthäusevangelium (Kapitel 23, Vers 3). Ein Satz, den viele Gläubige sofort auf Bischöfe wie den Kölner Kardinal Woelki beziehen. Er hält seit Monaten ein Gutachten zur Aufarbeitung von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt in der Kirche zurück. Und seine Begründungen haben bislang nur die Wenigsten überzeugt. Heuchelei und Vertuschung stehen weiterhin als Vorwürfe im (Kirchen)Raum, in vielen Gemeinden und Bistümern. "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Sagt Jesus ebenfalls im Matthäusevangelium (Kap. 18, Vers 20). Noch ist die Zahl der katholischen deutschen Bischöfe, die sich gerade zu ihrer jüngsten Konferenz versammeln, um einiges zahlreicher. Aber dass Jesus mitten unter ihnen ist und sie alle in seinem Namen sprechen und handeln, das zu glauben, fällt vielen Menschen innerhalb der katholischen Kirche schon seit Jahren immer schwerer. Warum sollte das Misstrauen gegen Männer-Seilschaften weichen, solange "Mutter Kirche" nicht auch von Frauen geführt werden darf? Passt Ausgrenzung - von Frauen oder Homosexuellen - zur christlichen Botschaft? "Nein, natürlich nicht", sagen immer mehr Gläubige und kehren als Konsequenz ihrer Kirche den Rücken. Ein Exodus, den die Corona-Krise noch beschleunigen dürfte. Werden sich also in absehbarer Zeit nur noch "zwei oder drei" im Namen Jesu versammeln?

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