Podcast Reiche Länder zuerst? Wie Impfnationalismus schadet

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"Niemand ist sicher, bis alle sicher sind". Mit diesen Worten warnt die neue nigerianische Chefin der Welthandelsorganisation vor nationalistischem Denken bei den Impfprogrammen. Zu beobachten gerade in den reichen Ländern, in denen die Debatte vor allem darüber geführt wird, wer wem welchen Impfstoff weggeschnappt hat. Länder wie Israel oder Großbritannien scheinen dabei mit ihrer ehrgeizigen Impfstrategie schon weiter als die EU-Länder. Tatsächlich sind zwei Drittel der existierenden Impfstoffdosen für das reichste Siebtel der Menschheit reserviert. In manchen ärmeren Ländern der Welt ist noch keine einzige Impfdosis angekommen, das Virus wütet ungebremst. Ist das gerecht? Und können wir uns das leisten? Solange nicht alle sicher sind, steht nicht nur der Tourismus, stehen auch globale Produktions- und Handelsbeziehungen auf dem Spiel. Was hilft? Spenden, die in den Entwicklungsländern Schutzimpfungen ermöglichen sollen? Oder soll den Impfstoffherstellern zumindest vorübergehend der Patentschutz genommen werden?

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