Podcast Schnöder Mammon - Wieviel Glück hängt am Geld?

Stilisierte Uhr

“Ich bin das Geld“, sagt das Bond-Girl in Casino Royale. “Und jeden Penny wert“, antwortet 007 alias Daniel Craig. Der wahre Craig hat nun angekündigt, sein Geld - jedenfalls den größten Teil davon - nicht an seine Kinder zu vererben, sondern für wohltätige Zwecke zu spenden. Da kann man nur hoffen, dass seine Kinder später nicht ohne jeden Penny dastehen. Denn wie sagte Woody Allen: “Geld ist besser als Armut - wenn auch nur aus finanziellen Gründen.“ Der zweite Teil des Satzes legt allerdings den Finger auf den wunden Punkt - nämlich dorthin, wo Geld nicht mehr “beruhigt“, sondern “den Charakter verdirbt“. Denn so sehr wir auch am Geld hängen mögen - zum Glück (!) brauchen wir vielleicht gar nicht so viel davon, wie wir glauben. Oder ist Kein-Geld-zu-brauchen ein Luxus, den sich nur Reiche leisten können? Wobei der wahre Reichtum ja gar nichts mit Geld zu tun haben muss. Das alles läuft letzten Endes auf die Frage hinaus, ob eine Welt ohne Geld vorstellbar ist - und in welcher Hinsicht eine solche Welt unbezahlbar wäre.