Podcast Smart gegen Corona - eine App als Alarmanlage

Stilisierte Uhr

"Macht euch locker, wir haben ja die App." Das ist - auf ihren simplen Kern reduziert - die jüngste Corona-Botschaft. Denn je mehr Kontaktbeschränkungen in letzter Zeit aufgehoben worden sind bzw. in nächster Zeit aufgehoben werden, desto mehr steigt wieder das Infektionsrisiko. Und ein Argument, warum wir uns das leisten können, liefert gerade auch jene Handy-Applikation, die das Bundesgesundheitsministerium jetzt vorstellt. Wer diese App auf seinem Smartphone hat und sich dann nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert, kann mit Hilfe der App alle warnen, mit denen er oder sie Kontakt gehabt hat. Vorausgesetzt, alle Beteiligten haben ein Smartphone. Vorausgesetzt, alle Beteiligten haben die App darauf installiert. Und vorausgesetzt, alle haben genügend Vertrauen in diese Maßnahme. Vertrauen darauf, dass die App so funktioniert, wie sie soll. Vertrauen darauf, dass wir dadurch nicht mehr Daten preisgeben, als uns lieb ist. Und Vertrauen darauf, dass uns diese App auch tatsächlich ermöglicht, im Falle einer neuen Corona-Welle bei jedem einzelnen Wellenschlag sofort reagieren zu können, mit Test, Behandlung, Quarantäne. Eines ist klar: Die App ist umso hilfreicher, je mehr Menschen sich ihrer bedienen. Und deshalb ist sie eine nicht fleisch-, aber software-gewordene Vertrauensfrage an uns alle. An diejenigen, die nun vielleicht zum ersten Mal darüber nachdenken, sich ein Smartphone zuzulegen, und an diejenigen, die bereits aus Erfahrung wissen, wie dominant ein Smartphone mit all seinen Chancen und Risiken in unserem Alltag sein kann.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit