Podcast Von Beruf befristet – Alltag mit Zeitverträgen

Stilisierte Uhr

Heute hier, morgen dort - Anstellungen ohne Langzeitperspektive sind in vielen Bereichen zur Normalität geworden. Gerade in der Wissenschaft sind unbefristete Arbeitsverträge die absolute Ausnahme. In einem Video des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, das es seit 2007 gibt, bejubelt. Die Befristung auf maximal zwölf Jahre verhindere, dass eine Generation die Stellen verstopfe und gebe nachrückenden Wissenschaftlern die Möglichkeit, ebenfalls Qualifikationen zu erwerben. Diese Erklärung empfinden viele, die sich von Job zu Job hangeln und unter der mangelnden Sicherheit und Planbarkeit leiden, als Hohn. Die meisten bekommen gerade mal Verträge für ein bis zwei Jahre. Für Forschungsarbeiten ein viel zu kurzer Zeitraum. Auch in anderen Branchen sind Festanstellungen zur Mangelware geworden. Aber in der Wirtschaft scheint es tatsächlich den Effekt zu geben, von dem das BMBF spricht: Innovation durch Befristung. Wir schauen also auf Fluch und Segen dieser Regelung.