Podcast Was geht mit links? Anatomie einer Partei

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Die eine schmiss dem politischen Gegner Blumen vor die Füße, die andere wurde schon rhetorisch mit einer Kalaschnikow verglichen (und nannte den Rufer daraufhin "Schrotflinte".) Beide bewerben sich nun gemeinsam als neues Führungsduo ihrer Partei. Susanne Hennig-Wellsow aus Thüringen und Janine Wissler aus Hessen wollen bei der Linken künftig sagen, wo es lang gehen soll. Was Streitbarkeit angeht, passen sie vorzüglich. Denn Konfliktpotential zu entfalten, das gelingt auch ihrer Partei jederzeit mit links. Mit zentnerschweren Erblasten und hammerharten Positionen, mit Flügelkämpfen und Machtspielen, nach innen und nach außen. Aber welche Substanz steckt drin - nicht nur in den beiden neuen Führungsfiguren, sondern auch in der Partei insgesamt? Eine wichtige Frage zwischen dem Parteitag jetzt und dem Wahltag im September. Denn dann steht nicht nur im Bund ein Urnengang an, sondern auch in Thüringen, wo der erste linke Ministerpräsident der Bundesrepublik sein Amt verteidigen will. Ist den Linken das Regieren (und Regieren-Wollen) schon in Fleisch und Blut übergegangen? Und ärgert es sie, dass die Umfragen zur Zeit im Bund - rechnerisch und politisch - keine Mehrheitskoalition mit links erkennen lassen? So oder so: Für die anderen Parteien - seien sie Gegner, Konkurrenten oder potentielle Verbündete - sind sie in jedem Fall ein Stachel im Fleisch.

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