Podcast Weniger ist mehr - Neues aus der Bikini-Zone

Stilisierte Uhr

Knapp 300 Quadratzentimeter Stoff. Was im Textilwarenhandel für wenige Cent erhältlich ist, sollte in Los Angeles dieser Tage für mehrere hunderttausend Dollar über den Tisch gehen. Genauer gesagt über die Auktionstheke. Denn für schlappe 300.000 Dollar Startgebot war man dabei ums Rennen um einen Bikini. Genauer gesagt die zwei Stücke Stoff, die Ursula Andress 1962 in "007 jagt Doktor No" getragen hat. Andress wurde daraufhin berühmt und der Bikini endgültig zum Trendprodukt. Er schlug ein, wie die Atombombe im gleichnamigen Atoll. Eine selbsterfüllende Prophezeiung? Wohl kaum. Denn so begehrt der Zweiteiler wurde, so umstritten blieb er. Er diente zum Skandal und zum feministischen Statement. Als Zeichen für die Befreiung und zugleich für die Unterjochung des weiblichen Körpers in einer kapitalistischen Verwertungslogik. Wie hat er seinen Weg in unsere Mode gefunden? Wozu braucht es in der Nähe von Heilbronn ein Bikini-Museum? Warum wird immer noch darüber diskutiert, wie viel Haut er bedecken muss? Und kann es uns der Bikini vielleicht am Ende nie recht machen? Immer noch sorgt wenig Stoff für viel Gesprächsstoff...

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