Podcast Würde, Werte, Wirtschaft: Der Preis des Lebens

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"Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig.“ So sprach der Mann, der das zweithöchste Amt im Staate bekleidet. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wusste sehr gut, dass man diese Meinung nicht teilen muss. Schon einmal war er mit ähnlichen Äußerungen in die Kritik geraten. Damals - nach 9/11 - wollte er Passagierflugzeuge abschießen lassen, um Terroristen daran zu hindern, sie als Waffe zu benutzen. Das heißt, Leben gegen Leben aufzurechnen. Das Bundesverfassungsgericht stoppte das Gesetz und die Diskussion. Die jetzt wieder aufflammt. Darf und muss der Staat alles tun, um in der Coronakrise Leben zu schützen? Kann das nicht auch zu unverhältnismäßigen Härten führen? Wenn sich die Angehörigen zum Beispiel von ihren todkranken Verwandten nicht verabschieden dürfen. Kann Seuchenschutz unmenschlich sein? Muss man in der Coronakrise einsam sterben, darf man sich nicht einmal mehr dieses letzte Mal verabschieden? Oder ist der Schutz des Lebens auch ein relativer Wert? Und wer bestimmt diesen dann?

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