Irmgard Keun

Im Sommer 1935 erhält die Schriftstellerin Irmgard Keun Post von einem unbekannten Kollegen. Franz Hammer ist nach der Machtübernahme Hitlers verhaftet und anschließend zu Zwangsarbeit verpflichtet worden. Dennoch hat er – wie Irmgard Keun – das Schreiben nicht aufgegeben. Zwischen beiden entsteht rasch eine warmherzige Brieffreundschaft, die auch nicht abreißt, als sie sich entschließt, ins Exil zu gehen. Da Irmgard Keun kein Archiv hinterlassen und biografische Spuren verwischt hat, besitzt der Fund von zwanzig Briefen und Gegenbriefen im Literaturarchiv der Akademie der Künste, Berlin, besonderes Gewicht. Michael Bienert hat den Briefwechsel herausgegeben und erzählt in hr2-kultur über diese Freundschaft in dunklen Zeiten. (Quintus-Verlag)

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 05.05.2022, 17:15 Uhr