hr2-Kulturgespräch

Wenn in diesem Jahr 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland gefeiert wird, dann richtet sich der Blick vor allem an den Rhein, genauer auf die sogenannten SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz. Sie freuen sich in diesem Jahr über die Aufnahme in die Liste der Welterbestätten. Die jüdischen Gemeinden der Städte Spira (Speyer), Warmaisa (Worms) und Magenza (Mainz) bildeten im Mittelalter einen Verbund, der die Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung der mittel- und osteuropäischen jüdischen Diaspora prägte. Synagogen, Frauenschulen, Lehrhäuser und Ritualbäder in Speyer und Worms sowie die alten jüdischen Friedhöfe in Worms und Mainz erzählen von der immensen Bedeutung der SchUM-Gemeinden. Der Status als Welterbestätten ist Ehre, aber auch Verpflichtung. Mit Susanne Urban, Geschäftsführerin der SchUm-Stätten am Rhein e.V. und Historikerin, sprechen wir über die Aufgabe, das jüdische Kulturerbe nicht nur zu bewahren und zu schützen, sondern auch mit der Gegenwart zu verbinden und mit Leben zu erfüllen.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 20.08.2021, 17:10 Uhr