Podcast Es ist durchaus möglich, die Menschen zu lieben, solange man sie nicht näher kennt! Flannery O'Connor

Dokumentation und Reportage

Flannery O'Connor ist eine der großen Südstaatenautorinnen des 20. Jahrhunderts: eine glaubensstarke Katholikin mit irischen Wurzeln, aufgewachsen in einem evangelikalen Umfeld. Ihr Werk gehört zweifellos zum literarischen Kanon. 1925 wurde sie geboren. Sie ist jung gestorben, hat ihr Werk einer schweren Krankheit abgetrotzt, wurde nur 39 Jahre alt. In ihren Erzählungen und den beiden Romanen geht es um jede Nuance menschlicher Niedertracht. Flannery O'Connor schreibt mit düsterer Ironie und beißendem Sarkasmus von den ordentlichen, gläubigen Menschen ihrer Heimat. Sie werden betrogen und hintergangen, kein gnädiger Gott steht ihnen zur Seite. Eine verstörende und lang nachwirkende Lektüre, bei der man manchmal meint, es sei hier von der Gegenwart die Rede, vom Trump-Amerika, wie wir es aus Nachrichten und Berichten kennen, von den tiefen Wurzeln des alltäglichen Rassismus. Joan Didion hat über sie gesagt, sie sei tatsächlich eine Schriftstellerin und "nicht nur jemand, die ein Buch schreibt". Auf die Frage, warum sie schreibe, hat sie selber geantwortet: "Weil ich es so gut kann."

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