Am 27. April beginnt die Leipziger Buchmesse. Zeit, nicht nur über Literatur, sondern auch einmal über Geld zu reden: Denn das Verfassen eines Buches ist eine oft brotlose Kunst. Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden - manchmal etwas verschämt - Fragen gestellt, die Paketboten, Fahrerinnen von Lieferdiensten oder Friseure, die bekanntermaßen nicht üppig verdienen, nicht zu hören bekommen: Ja, kann man denn davon leben? Haben Sie auch einen richtigen Job? Sicher haben Sie keine Kinder. Tatsächlich können in Deutschland nur wenige Schriftstellerinnen und Schriftsteller vom Verkauf ihrer Bücher leben. Dass ein Verlag das Manuskript annimmt, lektoriert, drucken lässt und hoffentlich auch bewirbt, ist zwar wunderbar, doch das Honorar des Verlags ist in der Regel nicht üppig. Wer einen Lebensstandard des beliebten Mittelstands erreichen möchte, sollte sich sofort anderen Tätigkeiten zuwenden, meint die Autorin dieses Features Nadja Küchenmeister.

Autor: Nadja Küchenmeister

Quelle: © Hessischer Rundfunk

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