hr2-Kulturgespräch

Sie kommen aus La Val in den Dolomiten, sie kommen aus einer musikalischen Familie, sie lernten früh Instrumente, vor allem Geige, und sie studierten - klar, Musik, Jazzgesang bzw. Operngesang und Geige, aber sie landeten nicht im Jazz und auch nicht auf der Opernbühne. Zunächst sangen und spielten sie in der Band von Hubert von Goisern, dann kam die eigene Band. Die Schwestern Marlene und Elisabeth Schuen sind seit über 10 Jahren Ganes, eine ganz außergewöhnliche Band, die sich in keine Schublade stecken lässt, musikalisch eigen und - sie singen in einer Sprache, die nur 30 000 Menschen überhaupt sprechen, Ladinisch nämlich. Was man nicht versteht, soll man fühlen, sagt Marlene Schuen im Gespräch, die Sprache habe ihren ganz eigenen Zauber. Aber natürlich stehen im Booklet auch die Textübersetzungen, denn die Inhalte poetisch und politisch, sind ihnen wichtig. Über die Songs, die Themen, bei denen es immer wieder um Achtsamkeit geht, die Musik, das Selbstverständnis und die Feen und Wassernixen, nach denen sie sich benannt haben, erzählte Marlene Schuen im Sonntagsgespräch. Denn es gibt ein ganz neues Album – Or Brüm, blaues Gold - und eine Tour ist nach der Corona Zwangspause auch geplant.

Sendung: hr2-kultur, "AmSonntagmorgen", 26.09.2021, 09:10 Uhr