Marmorbad Kassel

Falls Sie Sehnsucht nach einem Stück römischer Lebensart haben: Fahren Sie nach Kassel. Hier findet sich das bedeutendste Ensemble römischer Skulptur nördlich der Alpen.

Ein kleiner frecher Cupido, ein traumhaft schöner halbnackter Narziss, eine streitbare Minerva: Die halbe antike Götterwelt ist hier vereint. Tatsächlich kann man sich im Marmorbad ein bisschen fühlen wie in Italien. Das war auch von Anfang an der Grund, warum Landgraf Carl von Hessen Kassel 1722 den römischen Bildhauer Pierre Etienne Monnot engagierte.

Eines römischen Palazzos gleich

Das Marmorbad ist ein quadratischer Pavillon in den Karlsauen, unweit der Orangerie. Von außen vermutet man hier kein Bad. Es ist ein relativ schlichter, gelb gehaltener Bau. Wenn man aber hinein tritt, bleibt dem Besucher für einen Moment der Atem weg.

Die Pracht im Inneren will es tatsächlich mit dem eines römischen Palazzos aufnehmen. In der Mitte ein gewaltiges Badebecken, zu dem eine Treppe hinabführt. Außen verschiedene Skulpturen aus Marmor, die Wände mit Reliefs verkleidet. Die Farben strahlen in Gold, Ocker und Weiß. Alles spiegelt und glänzt und strahlt Eleganz, Harmonie und Weltgewandtheit aus.

Die Bau- und Repräsentationsfreude des Fürsten macht Kassel bis heute zu einem Ort der Kunst und der immer neuen Entdeckungen!

Marmorbad Kassel
An der Karlsaue 20d, 34121 Kassel
Mehr Informationen unter kassel.de

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 20.01.2020, 16:45 Uhr

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