hr2-Kulturgespräch

In diesem Frühjahr ist eine Biographie erschienen, die erstmals eine Pionierin der Hirnforschung würdigt. Birgit Kofler-Bettschart hat die Lebensleistung von Cécile Vogt festgehalten, die zusammen mit ihrem Mann Oskar Vogt die Grundlagen für die Hirnforschung in Deutschland legte. Sie war eine der ersten Abteilungsleiterinnen am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung und gab mit ihrem Mann die Zeitschrift für Psychologie und Neurologie heraus. Nach 1933 gerieten die Vogts wegen ihrer russischen Kontakte und dem Festhalten an ihrer wissenschaftlichen Unabhängigkeit in Opposition zum NS-Regime und verlegten ihre Forschung nach Neustadt im Schwarzwald. Öffentliche Aufmerksamkeit erlangten sie später durch den Roman "Lenins Hirn" von Tilman Spengler, da Oscar Vogt den Ehrenauftrag erhielt, das Gehirn Lenins nach dessen Tod zu untersuchen. Wir sprechen mit Birgit Kofler-Bettschart über die Wissenschaftlerin Cecile Vogt, und die Frage, warum sie nie den Nobelpreis bekam

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 05.07.2022, 17:10 Uhr