hr2-Kulturgespräch

Paris - Prag - New York: Das Programm des Debüt-Konzerts von Dirigent Petr Popelka mit dem hr-Sinfonieorchester ist ebenso weitspannend wie vielschichtig und mitreißend. Ravels "Le Tombeau de Couperin", Martinůs "1. Violinkonzert" und Dvořáks 9. Sinfonie e-Moll op. 95 "Aus der Neuen Welt".  Fast zehn Jahre lang war der Tscheche stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Doch dann tauschte er 2019 den Bassbogen gegen den Taktstock, wurde Chefdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters und wird im kommenden Jahr das Radio-Symphonieorchester Prag übernehmen - und damit das Orchester, in dem er als 19-Jähriger selbst Kontrabass gespielt hatte. Prag, Heimatstadt von Petr Popelka, ist die Dvořák-Stadt, hier wurden fast alle seiner Sinfonien uraufgeführt. Nicht aber die Neunte: Sie ist in der und für die "Neue Welt" entstanden und soll nach Angaben des Komponisten mit Themen arbeiten, die "Eigenheiten der Indianischen Musik verkörpern". Was das genau für den jungen Dirigenten bedeutet, wie er Dvořák in die heutige Zeit führt, und wie er das hr-Sinfonieorchester erlebt, darüber spricht Dirigent und Komponist Petr Popelka mit Daniella Baumeister in hr2-kultur am Nachmittag.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 15.12.2021, 17:10 Uhr