hr2-Kulturgespräch

Seit eineinhalb Jahren schränken wir wegen Covid 19 unser soziales Leben ein - und nicht wenige von uns sehen mehr Filme, ob im TV, in der Mediathek oder im Streaming. Zu Beginn der Pandemie suchten viele Menschen aber nicht nach Ablenkung, sondern konfrontierten sich mit Filmen, die pandemische Szenarien entwerfen. Eine Art "emotionale Impfung" sei das gewesen, sagt die Filmwissenschaftlerin Isadora Campregher Paiva. Je länger die Pandemie andauert, umso mehr tröstet uns in Filmen wohl die Darstellung der momentanen Realität: verlassene Innenstädte und Menschen, die Masken tragen. Menschenmengen und Schauspieler, die in die Hand husten, aus einem Glas trinken und eng zusammenstehen, irritieren uns dagegen.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 01.09.2021, 17:15 Uhr