hr2-Kulturgespräch

Eine blecherne Taschenlampe mit einer runden Glaslinse und diesem kleinen Schalter, an dem immer wieder der Fingernagel hängenblieb. Eine Farbfilmdose von Agfa, die grobe, altmodische Küchenreibe und vieles mehr ... Dinge. Alltägliche, kleine Dinge aus der Vergangenheit, die aber zusammen eine große Geschichte erzählen. Das ist das neueste Buch des Künstlers Johannes Gramm und gleichzeitig der Abschluss eines Kunstprojekts, an dem er vier Jahre lang geforscht und gearbeitet hat. Mehr noch als die Materialien und Formen der realen Objekte im Buch und deren Fotos mit dem immer gleichen schiefergrauen Hintergrund sind die Objekte selber - universelle, vertraute Erinnerungen, die beim Leser ganz unmittelbar geweckt werden. Was für Geschichten das zum Beispiel sind, inwieweit dieses Buch eine Autobiographie ist und was es mit dem Untertitel: "Erinnerungen und ihre Gegenstände bei Tageslicht" auf sich hat, davon erzählt der Fotokünstler, Maler und Bühnenbildner Johannes Gramm.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 21.10.2021, 17:15 Uhr