hr2-Kulturgespräch

Regisseurin Johanna Moder (High Performance) wirft in ihrem zweiten Spielfilm einen subtilen Blick darauf, wo sich im schönen Leben der weltgewandten Mittdreißiger doch auch die Kleinbürgerlichkeit einschleicht. In Waren einmal Revoluzzer wollen zwei moderne, liberale Wiener einem russischen Freund zur Flucht nach Österreich verhelfen. Doch das ist nicht so einfach wie gedacht. Der Film ist ein gewitztes Portrait ihrer eigenen Generation, die ebenso hart an alternativen Lebensentwürfen, wie am optimalen Selbstbild arbeitet, um letztlich doch nur ein recht unzulängliches Selbst zu verwirklichen. Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit mit den Schauspielern Marcel Mohab und Manuel Rubey. Wir sprechen mit Johanna Moder über Ideale, Utopien und die ganz normale Spießigkeit.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 08.09.2021, 17:10 Uhr