Klavier

Diese Maiwoche startete wuchtig und mit großer Geste mit einem besonderen Klavierereignis. Anna Stepanova und Xi Zhai spielten Igor Strawinskys Ballettmusik "Le sacre du printemps" in der Fassung für Klavier zu vier Händen. Große Musik, nicht so oft zu hören, und sehr souverän abgeliefert: abgeklärt, konzentriert, beide waren haben eine feinsinnigen Dialog auf dem Klavier ausgebreitet. Schön!

Musik

Die Trompetenklasse von Klaus Schuhwerk griff am folgenden Tag das Thema "Frühling" musikalisch wieder auf mit Werken von David Marlatt, Eric Ewaten und Kevin Kaisershots – für acht Musiker. Auch das war ein Highlight, weil man selten reines Trompeten-Ensemble im Konzert zu hören bekommt und diese Werke eine echte Entdeckung sind.

Gesang

Der Tenor Theodore Browne, der ein fein abgestimmtes Heimweh- und Sehnsuchtsprogramm mit Liedern von Schubert, Duparc, Schulhoff und anderen sang, gehört mit Sicherheit schon zu den erfahreneren Studierenden. Er hat seit 2012 Unterricht bei Thomas Heyer, gewann mehrere Wettbewerbe, hatte bereits einige Engagements. Seine schlanke, schön geführte Stimme hat absoluten Wiedererkennungswert. Theodore Browne ist eine wahre Entdeckung, den muss man sich merken!

"play" - Raum für mehr Persönlichkeit

"play" ist eine sehr schöne Reihe, aus der die Musikerinnen und Musiker der HfmdK viel mehr machen könnten. Das schnelle Ein- und Ausblenden aus den Mini-Konzerten ist viel zu hektisch. Gerne würde man noch einen Moment im Kleinen Saal der HfmdK bleiben, um der Musik nachzuspüren.

Schön wäre auch, mehr über die zu erfahren, die dort Musik machen. Warum nicht auch die Werke kurz mal anmoderieren? Und warum nicht ein kleines bisschen lässiger oder experimentierfreudiger in der Performance sein? Die Musikerinnen und Musiker können gerne mehr Gesicht zeigen, mehr Persönlichkeit: „play“ wäre die geeignete Plattform dafür.

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 14.5.2020, 7:30 Uhr

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