Die Sami-Sängerin hat sich für ihr neues Album "Amame" den norwegischen Pianisten und Electronica-Artist als Partner geholt. Wer Rahmentrommel & Joik erwartet, wird staunen: Boine klingt reduziert, zart und einfühlsam - aber auch ungeheuer nah und innig. Tatsächlich bringt Mari Boine heute ganz viel Ruhe an die Hörbar. Die samisch-norwegische Folk-Künstlerin hat in den über 30 Jahren ihrer Karriere einen einzigartigen Stil entwickelt. Sie ist ihren eigenen Weg gegangen, zwischen Folk, Jazz und Weltmusik, immer vor dem Hintergrund der schamanistischen Sami-Kultur. Viele der neuen Stücke basieren auch auf Gedichten von Sami-Dichter*innen, und Mari und Bugge setzen sie so behutsam wie eindringlich um. Wesseltoft lässt dafür die Elektronik beiseite und begleitet Boine mit sparsamem Piano. Und so zurückgenommen "Amame" akustisch ist, so stark ist seine Botschaft von Stolz und Würde. Außerdem an der Hörbar: Klezmer-Jazz von Kroke, Wohlfühlpop von den Kings of Convenience, anatolischer Psychedelic-Rock von Derya Yıldırım & Grup Şimşek - und vieles andere mehr. (6.11.23)

Autor: Melanie Aschenbrenner

Quelle: © Hessischer Rundfunk

Bild © Knut Bry