Französisch hat einfach einen einmaligen Flow, findet die Songschreiberin Vero Nouk aus Berlin. Und wagt sich - chapeau! - als Deutsche auf das Terrain der Chansons Françaises. Das Ergebnis ist das neue Mini-Album "Verronée" mit sechs berührenden Liedern. Vero Nouk kommt aus Süddeutschland, hat in Berlin Musik studiert und Bossa Nova, Chanson und Jazz schon in allen möglichen Sprachen gesungen. Darunter auch: Französisch. Die Sprache der großen Chansonniers wie Gainsbourg, Prévert, Brel. Von wunderbaren Sängerinnen wie Juliette Gréco, Edith Piaf, Barbara. Aber… eine Deutsche, die französische Chansons schreibt? "Das kann theoretisch nur schief gehen", meint Vero Nouk - und entwaffnet mögliche Kritiker charmant schon im Albumtitel. Denn "Verronée" ist ein Wortspiel aus "Vero" und "erronée" (für "fehlerhaft"). Falls mal ein Bild nicht ganz passt, ein Akzent nicht zu 100% sitzt. Dabei ist Veros Defaitismus fehl am Platz: die Chansons auf "Verronée" sind wirklich ganz zauberhaft. Außerdem an der Hörbar: Jazz-Klezmer mit Kroke, Songwriting aus dem Herzen Amerikas mit Tom Petty, ein arabisch-kubanisches Gipfeltreffen mit Hanine y Son Cubano - und vieles anderes mehr. (11.12.23)

Autor: Melanie Aschenbrenner

Quelle: © Hessischer Rundfunk

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