Podcast Berlin 1930 von Mogens Knudsen

Berliner Passanten betrachten Wahlplakate zur Reichstagswahl im November 1932, bei der die NSDAP ein Drittel aller abgegebenen Stimmen errang.

Als das dritte Jahrzehnt unseres Jahrhunderts anbrach, sah es die alte deutsche Reichshauptstadt in Fieberkrämpfen. Die Arbeitslosigkeit regierte, Hunger und Verzweiflung trieben viele Menschen in die Fänge der radikalen Parteien, der Nationalsozialisten und Kommunisten, die um Berlin kämpften. In den populären Lokalen gab man sich einer hektischen Fröhlichkeit hin, versuchte zu genießen, ehe das Gespenst des Bankrotts zur Tür hinein grinste. In zahlreichen Büchern hat dieses hektische, aufgeputschte, süchtige, verzweifelte, in allen Schattierungen des Daseins glänzende Berlin jener Zeit seinen Niederschlag gefunden. Mogens Knudsen vermittelt in diesem Stück ein literarisches Mosaik als Spiegelbild dessen, was die alte Hauptstadt Berlin damals erlebte. In Ausschnitten aus Werken von Döblin und Kersten, Isherwood, Keun und Vialar, in Songs aus der Dreigroschenoper und in populären Schlagern und Chansons aus jenen Berliner Tagen tritt das Jahr 1930 aus den Schatten der Vergangenheit wieder hervor.

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