Podcast Der Tod in Rom (1/2) | Nachkriegsklassiker von Wolfgang Koeppen

Römische Kinder in den 1950er Jahren

Italien gilt seit Goethe und Thomas Mann als Fluchtpunkt deutscher Künstlerseelen, dem heimischen Muff zu entfliehen und humanistisch-antike Traditionen mit enthemmter Sexualität unter heiterer Sonne zu vereinen. In "Der Tod in Rom" wird Rom hingegen zur Kulisse einer tödlichen Gespenster-Séance: Hier treffen sich Anfang der 1950er Jahre, im vollsten Glanze der Wiederaufbauphase unter Adenauer, die Zweige einer deutschen Familie. Ihre Abkömmlinge sind als Opfer, Mitläufer und Täter tief verstrickt in die Zeit des Faschismus. Und die damals gerufenen Geister gestatten gerade in der ewigen Stadt keinen Neubeginn, kein Entkommen …

Foto: Römische Kinder in den 1950er Jahren

Sendung: hr2-kultur, "Hörspiel", 27.06.2021, 16:04 Uhr