Podcast Korczak und die Kinder | Hörspiel-Klassiker von Erwin Sylvanus

Denkmal für Janusz Korczak in Yad Vashem, Israel

"Ich wünsche niemandem etwas Böses. - Ich kann das nicht. Ich weiß nicht, wie man das macht." Das ist eine der letzten Tagebucheintragungen von Janusz Korczak, dem jüdischen Arzt, Pädagogen und Schriftsteller. Korczak wurde 1912 die Leitung eines jüdischen Waisenhauses in Warschau angeboten und damit hatte er seine Lebensaufgabe gefunden. Insbesondere setzte er sich in Wort und Tat für die Rechte von Kindern ein, die er - ungewöhnlich für die damalige Zeit - den Rechten von Erwachsenen gleichstellte.

Nachdem Korczak mit seinem Waisenhaus 1940 ins Warschauer Ghetto umziehen musste, wurde im August 1942 durch die Nationalsozialisten die Deportation in das Vernichtungslager Treblinka angeordnet. Obwohl Korczak sich hätte retten können, begleitete er die Kinder, den sicheren Tod in Kauf nehmend. Korczaks genaues Todesdatum ist unbekannt, 2012 setzte das Bezirksgericht Lublin den 7. August 1942 als Todestag fest.

Mit: Hans Korte, Hans Stetter, Wolfgang Schirlitz, Gisela Fischer, Jürgen Lang und Josef Mataka
Regie: Ulrich Lauterbach
Produktion: hr 1961

Foto: Denkmal für Janusz Korczak in Yad Vashem, Israel

Sendung: hr2-kultur, "Hörspiel", 07.08.2022, 16:00 Uhr