hr2-Kulturgespräch

"Sie sagen mir, was Sie denken", sagte Wolfgang Pohrt einmal, "und ich sage Ihnen, warum das falsch ist." Als der politische Publizist Wolfgang Pohrt Anfang der achtziger Jahre die öffentliche Bühne betrat, wurde den Lesern schnell klar, dass da jemand einen neuen Ton anschlug. Pohrt verstand es, seine Thesen mit großer Schärfe, Klugheit und Eleganz zu formulieren. Seine Kritik an den Grünen und der Friedensbewegung ist legendär, vor allem, seit diese nationale Töne anschlugen und die Nation nicht mehr abschaffen, sondern retten wollten. In der ersten großen Biographie Pohrts erinnert Autor Klaus Bittermann daran, dass die Linke in Deutschland zwar versagt hat, aber das Niveau der Kritik an ihr weit besser war, als sie es verdient hatte. Ja, man könnte so weit gehen zu sagen, dass ein realistisches Bild von ihr nur deshalb erhalten geblieben ist, weil Pohrt sich ihrer Fehler und Eigenarten angenommen hat. Wir sprechen mit Klaus Bittermann über den großen Querulanten Wolfgang Pohrt.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 21.03.2022, 17:15 Uhr