Isabelle Faust

Der Titel der Komposition „Shaker Loops“ von John Adams ist mehrdeutig: Man kann an einen Cocktail Shaker denken, also an das Schütteln als Bewegung, aber auch an die Shaker, eine christliche Gruppierung in den USA. John Adams soll sich beim Komponieren die Tänze der Shaker zu stampfenden Rhythmen vorgestellt haben. Aber seine ursprüngliche Idee war eine ganz andere, nämlich die Wellen von Wasser in seine Musik aufzunehmen. In dieser Urform unter dem Titel Wavemaker (Wellenmacher) war das Stück allerdings ein totaler Misserfolg. Erst mit dem neuen Namen und der neuen bildlichen Vorstellung kam der Erfolg.

Hinter dem Titel „Sinfonia concertante“ verbirgt sich im Prinzip ein Konzert für Violine, Viola und Orchester. „Im Prinzip“ deshalb, weil es noch kein richtiges Solokonzert ist, im Sinne des 19. Jahrhunderts. Hier ging es in erster Linie darum, einen brillanten Virtuosen und ein prachtvolles Instrument in den Dialog mit einem Orchester zu stellen. Die „Sinfonia concertante“ in Es-Dur KV 364 von Wolfgang Amadeus Mozart dagegen hat die Trennung der Rollen noch nicht vollzogen; alle machen miteinander Musik, die Solisten etwas mehr als das Orchester, das sie aber nicht nur begleitet, sondern als Ganzes, in Gruppen oder mit einzelnen Instrumenten in das Konzert immer wieder eingreift.

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