Michael Quast

Michael Quast bringt die momentane Lage gleich auf den Punkt:

"Die Stimmung ist nicht gut und es sieht beschissen aus!"

Er spricht gar nicht von seiner persönlichen, privaten Situation, sondern von der beruflichen. Denn Michael Quast ist nicht nur Schauspieler, sondern leitet auch die "fliegende Volksbühne", ein Theaterensemble, das erst im Januar eine eigene Spielstätte bekommen hat und jetzt nicht mehr fliegend sondern sesshaft geworden ist.

Das Theater steht leer. Er gehe trotzdem regelmäßig dorthin, ins Büro. Denn die verkauften Karten müssen zurückgegeben, umgetauscht oder als Spenden verbucht werden. Und die restliche Zeit ist er Zuhause, verbringt die Tage mit seinen drei Kindern und seiner Frau.

"Das schlimmste Gefühl, ist die Ungewissheit in der wir uns befinden, und das ist bei den Theatern extrem, weil wir ja ganz hinten in der Reihe stehen, das ist schon ein grässlicher Zustand, ich fühl mich schon schlecht behandelt."

Wobei er zugeben muss, dass es ihm selbst vergleichsweise gut geht. Denn das Theater wird städtisch gefördert und das Geld reiche aus, wenigstens jetzt im Lockdown ohne Proben- und Aufführungskosten, um zu überwintern.

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 11.5.2020, 16:05 Uhr - 18:00 Uhr

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