Kulinarischer Streifzug: Kinly Bar, René Soffner

Überall in unserer gastronomischen Kultur wird derzeit mit Nachdruck getüftelt und experimentiert. Die Verwissenschaftlichung greift auch auf die Bar- und Cocktailszene über. Einer der Vorreiter ist die "Kinly Bar" im Frankfurter Bahnhofsviertel. In der Szene berühmt für ihre experimentellen Cocktails.

Steht da ein Glas Wasser auf dem Tresen oder ist das wirklich ein Cocktail?

Die Verblüffung ist garantiert, wenn man einen "Butterfly Mojito" bestellt, der inklusive der Eiswürfel nahezu kristallklar ist. Eine Eigenkreation aus der hauseigenen Laborküche. Nur mit Hilfe von Geräten wie Rotationsverdampfern, Vakuumdestillen und Homogenisierern kann ein Mojito kreiert werden, der völlig klar ist. In dem man keine Minze, keine Limetten mehr erkennt, dafür aber deutlich - ja intensiv sogar - schmeckt.

"Alle Zutaten sind genau wie in einem Mojito, wie weißer frischer Rum, wie Limette, Zucker und Soda. Dadurch, dass wir den Rotationsverdampfer benutzen, waren wir in der Lage die Minze zu destillieren, im Rum." sagt René Soffner, Chef der "Kinly Bar".

Klassische Cocktails

Die Barkeeper der "Kinly Bar" sind durchweg Profis und servieren auch klassische Cocktails. Allerdings muss man dafür auch den Selbstanspruch des Hauses akzeptieren, in dem auf das Vorhandensein von frischem Obst und Gemüse bestanden wird.

René Soffner: "Deswegen können wir gerade keinen Cosmopolitain servieren, weil wir jetzt keinen frischen Cranberry-Saft haben, der so in das Rezept passt, weil wir solche Kompromisse nicht machen."

Fazit

Die "Kinly Bar" bietet ein kleines Geschmacksabenteuer, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Ein Rezept für den "Butterbean" finden Sie hier.

Kinly Bar
Elbestraße 34
60329 Frankfurt
Mo.-Do. 19-2 Uhr, Fr.-Sa. 19-3 Uhr

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 27.12.2019, 16:20 Uhr

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