Szene aus La Gazzetta in der Oper Frankfurt

Zwei Väter, die ihre Töchter finanzstark verkuppeln wollen und zwei Töchter, die zu diesem Thema ihren eigenen Kopf haben. Verwicklungen und Verwechslungen sind vorprogrammiert. "La Gazzetta" von Rossini ist zum ersten Mal in dieser Fassung in Frankfurt zu sehen.

Es gibt auf jeden Fall eine Menge Italianità. Das liegt aber vor allem an der Musik und am italienischen Text. Die Musik klingt voll und ganz nach Rossini: spritzig, quirlig, virtuos in den schnellen Nummern, melodiös mit vielen Verzierungen in den langsamen Nummern. "La Gazzetta" spielt in Paris. Da hat man italienisches Flair in französischem Ambiente – eine schöne Kombination. Ich hatte viele Eindrücke für die Ohren und Augen. Das ist in Frankfurt eine kurzweilige und musikalisch entdeckenswerte Oper.

Opern-Rarität in Frankfurt

Es gibt 39 Rossini-Opern und selbst wenn einige nicht aufgeführt werden, bleibt da immer noch genügend Auswahl. "La Gazzetta" kam bei der Uraufführung in Neapel gut beim Publikum an, aber die Musikkritiker waren nicht so enthusiastisch. Dieses eher skeptische Urteil hat sich verfestigt. Darüber hinaus ist der Stoff auch eher komödiantische Fließbandware.

Es ist keine Komödie mit besonders tiefgehenden Botschaften. Daran ändert auch die Frankfurter Inszenierung nicht viel. Das ist aber völlig in Ordnung. Rossini nimmt die Leute auf die Schippe, lässt sie in peinliche Situationen laufen und stiftet Verwirrung. Regisseurin Caterina Panti Liberovici veredelt diese manchmal doch recht derbe Posse zu einer eher eleganten, französischen Komödie. Insgesamt war die schauspielerische und sängerische Leistung bei den Solisten groß.

Fazit

Auch wenn Rossini das Opernrad nicht neu erfunden hat und man einige Nummern so oder so ähnlich in einer seiner Opern schon mal gehört hat, ist die Frankfurter Aufführung dennoch eine lohnende Entdeckung.

La Gazzetta
Restkarten an der Abendkasse erhältlich
Mehr Informationen unter
oper-frankfurt.de

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