Portrait Goethe  mit Buchstapel

So leergefegt wie in diesen Corona-Tagen, waren die Straßen und Plätze Roms wohl seit Goethes Zeiten nicht mehr. Aber mit dem berühmten Reisebericht kann man jetzt zumindest einen Stadtrundgang im Kopf antreten. Goethe beschrieb die prächtigen Paläste, antiken Ruinen oder die Sixtinische Kapelle mit solcher Intensität und Begeisterung, dass sie einem spontan vor dem inneren Auge erscheinen - nicht zuletzt dank der auszugweisen Lesung des hessischen Film-, Fernseh- und Theaterschauspielers Günter Strack aus dem Jahr 1957.

Angereist war Goethe über Städte wie Verona, Vicenza, Padua – deren Namen in Corona-Zeiten ebenfalls einen anderen Klang bekommen. Von seiner Ankunft im November 1786 in Rom aber heißt es: „Alle Träume meiner Jugend seh‘ ich nun lebendig“. Die Begeisterung für die römische Antike war bereits vom Vater geweckt worden. Nun fühlte sich der bald 40-jährige in der Stadt seiner früheren Träume wie zuhause. Veröffentlicht hat Goethe seiner „Italienische Reise“ übrigens erst rund 30 Jahre nach der tatsächlichen Unternehmung. Der Reisebericht hat die Italienbild und die Italiensehnsucht der Deutschen genährt wie kein anderer.

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