hr2-Kulturgespräch

Die Hoffnung prägte diese Sprache von Anfang an: Als der Warschauer Augenarzt und Philologe Ludwig Leyzer Zamenhof die Grundlagen des "Esperanto" legte, trug ihn dabei die Idee, dass die Sprache eine zentrale Rolle für die Menschheit und für die Zukunft spielt. Auf der Grundlage eines jüdischen Kosmopolitismus, der die Differenzen nicht nur respektiert, sondern auch zu schützen weiß, schuf Zamenhof eine revolutionäre Übersetzung der jüdischen Sprach- und Sozialideen - und eine bis heute lebendige Plansprache. Liliana Ruth Feierstein, Professorin für transkulturelle Geschichte des Judentums an der Humboldt-Universität Berlin, hat sich eingehend mit der Geschichte des Esperanto beschäftigt und erzählt in hr2-kultur, welche spezifisch jüdische Denktradition mit dieser Sprache verbunden ist.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 04.05.2022, 17:15 Uhr