Gemälde "Manhatten II, 1940" des Deutsch-Amerikaners Lyonel Feininger (1871-1956)

In diesem Jahr wird der 150. Geburtstag des Malers Lyonel Feininger begangen. Er wurde in New York in eine deutsch-amerikanische Musikerfamilie geboren. Als Jugendlicher ging Feininger nach Deutschland, um Musik zu studieren, doch dann entschied er sich für die Kunst. Zunächst Illustrator und Karikaturist widmete er sich dann ganz der Malerei und wurde 1919 der erste Bauhaus-Meister unter Walter Gropius. Lyonel Feininger malte in expressionistischem Stil auch gerne die deutsche Kleinstadtidylle in Thüringen, auf Rügen oder Usedom. Feininger kehrte 1937 in die USA zurück, spät, aber noch bevor die Nationalsozialisten seine Kunst als "entartet" diffamierten. Der Journalist Andreas Platthaus hat Lyonel Feininger in einem Buch porträtiert und fragt nach der doppelten Exilexistenz des Künstlers, der 50 Jahre in Deutschland lebte und 1937 dann in New York als ein unbekannter "deutscher" Künstler neu begann.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 17.06.2021, 17:15 Uhr

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